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Baby – Das erste halbe Jahr mit Baby

Tja, so richtig habe ich euch hier noch gar keinen Einblick in unser neues Leben mit Mira gegeben, ich dachte das mache ich nun und erzähle euch ein wenig, wie es uns ergangen ist.

Kaum zu glauben aber wahr – es sind bereits fast sechs Monate um. Sechs Monate Mama sein, sechs Monate Papa sein, sechs Monate Eltern sein! Und ein Leben ohne Mira könnten wir uns nicht mehr vorstellen.

Natürlich lief nicht alles von Anfang an rund, wir mussten uns alle drei erst einmal kennenlernen und natürlich in die neue Rolle hineinwachsen. Gerade bei einem frisch geborenen Baby hat man doch dauernd Angst etwas falsch zu machen oder etwas nicht richtig zu erkennen, vor allen Dingen, wenn es das erste Baby ist. Man ist einfach schlicht weg unsicher. Zudem hört man aus allen Richtungen Tipps und Ratschläge, sei es von der Hebamme, dem Kinderarzt, Bekannten und Verwandten oder auch im Internet in Form der Infomails, die bei Anmeldung in den Babyclubs regelmäßig kommen. Da muss man dann schon ruhig und entspannt bleiben und sich für die sinnvollsten Tipps und Regeln entscheiden.

Aber Gott sei Dank, vergeht diese Zeit bald und man hat sich doch weitestgehend eingespielt, weiß, wie das kleine Würmchen tickt und wie man entsprechend darauf reagieren muss. Natürlich kommen mit der Zeit und mit dem Wachstum des Babys ja immer mal wieder neue „Probleme“ oder Fragen oder eben Ratschläge auf, aber man wird tatsächlich entspannter und ruhiger und hat auch nicht mehr die große Panik einen Fehler zu begehen.

Außerdem ist Mira wirklich ein wunderbares und tolles erstes Kind!

Von all den bösen Vorahnungen, die hier und da bei Babys eintreten können, hat sie bislang keine bewahrheitet.

Bereits mit genau zwei Monaten hat Mira das erste Mal so richtig durchgeschlafen, von 23Uhr bis 7Uhr, mittlerweile ist es so, dass sie zwischen 19:30Uhr und 20uhr zu Bett geht, schnell einschläft und dann zu 90% ihre 12 Stunden am Stück schläft und erst morgens gegen 8 Uhr wach wird.

Ab und an ist es mal der Fall, dass sie auch nachts erwacht, das passiert allerdings dann zu einer Zeit, bei der sie ihre sechs Stunden Schlaf ebenso hinter sich hat (Laut Internet heißt es, wenn ein Baby sechs Stunden am Stück schläft, dass es durchgeschlafen hat). Manchmal hilft dann der Schnuller, manchmal braucht es dann noch eine Flasche Milch. Aber auch dass ist kein Problem, mit einer frischen Pampers ist sie dann auch schnell wieder im Bett und schnell wieder eingeschlafen. Ich kann mich also wirklich nicht über Schlafmangel beschweren.

Mira schlief auch recht zeitig danach, nämlich ab dem 10.10.16 in ihrem eigenen Zimmer. Hierbei möchte ich nun keine Grundsatzdiskusion auslösen, ob das Kind nun ein Jahr im Eltern Schlafzimmer bleiben soll oder nicht, das sei jedem Elternpaar selbst überlassen. So ein Baby gibt im Schlaf allerhand Geräusche von sich, die mich immer wieder erweckt haben. So hat mein Mann ein wenig die Initiative ergriffen und mich ermutigt, es zu probieren. Zu Anfang mit allen Türen auf, Angelcare natürlich an genauso wie das Babyphone und die Kamera. Und nach und nach, wenn ich soweit war, wurde eine Tür geschlossen. Angelcare Videokamera und Babyphone sind natürlich weiterhin an. 😉 Es hat einige Nächte, ich glaube sogar gute zwei Wochen in Anspruch genommen, aber seitdem schlafe ich tatsächlich besser. Ich werde wach wenn es nötig ist, aber nicht für jedes Schnauben von Mira. Es ist schon komisch, ging die Maus doch schon lange vorher immer gute zwei Stunden vor uns zu Bett und war dann auch alleine im Schlafzimmer, während ich im Wohnzimmer saß. Trotzdem war der Gedanke sie in der Nacht nicht direkt neben mir zu haben ein anderer an den man sich doch gewöhnen muss. Aber natürlich wäre mir diese Trennung auch nicht mit ihrem ersten Lebensjahr leichter gefallen, so viel steht fest 😉

Mira schlief übrigens von Anfang an gut in ihrem Kinderzimmerbettchen. Vielleicht lag es daran, dass wir sie die Wochen zuvor bereits für ihre Tagschläfchen dort hineingelegt haben, vielleicht aber auch am Hummy, der sie ja seit ihrer Geburt begleitet und sie in den Schlaf rauscht.

Viele Babys haben mit Koliken zu kämpfen, da der Darm zu Anfang noch nicht so entwickelt ist und Schwierigkeiten hat, die Milch zu verdauen. Auch hier hatten wir keine Probleme. Natürlich hatte Mira auch mal Bauchweh. Wir haben das ganze aber mit ein wenig Fenchel-Kümmel-Anis-Tee, ab und an Lefax und vor allen Dingen mit den Flatullini-Globulis in den Griff bekommen. Letzten Endes haben wir nur die Globulis genutzt und auch nun, als ich die Beikost einführte gab ich zur Vorsicht welche davon zu.

Den ersten Brei habe ich übrigens Ende November eingeführt. Die ersten Tage schien sie gar nicht begeistert und machte Würgebewegungen mit Mund und Zunge. Kurz drauf hatte sie sich aber daran gewöhnt und die Karotte förmlich weggeatmet. Da wir recht früh begonnen haben, mit Beendung des vierten Lebensmonats, habe ich ihr viel Zeit gelassen und nicht wie meist überall geraten nach einer Woche Gemüse die Kartoffel eingeführt und nach einer weiteren Woche schon das Fleisch. Die Kartoffel habe ich glaube ich nach drei Wochen dazugegeben und mit dem Fleisch habe ich um und bei Silvester angefangen. Das Fleisch ist noch nicht so hundert Prozent ihres, aber das wird noch. Mittlerweile bekommt sie schon die zweite Breimahlzeit, nämlich den Getreide-Obst-Brei, welchen sie liebt – klar, der ist ja auch schön fruchtig-süß! Ende Januar werde ich dann noch den Abendbrei einführen, bei dem ich keinerlei bedenken habe, dass sie ihn nicht essen wird.

Im ersten halben Lebensjahr eines Babys stehen außerdem die erste drei Impfungen an. Hier rechnete ich mit dem schlimmsten wie Fieber und Durchfall. Aber auch hier wieder nichts. Minimale Unruhe und eine Höchsttemperatur von 38,0 Grad bei der ersten Impfung, die beiden weiteren hat man gar nicht bemerkt. Geimpft wurde bei uns Anfang Oktober, Anfang November und im Dezember.

Im November stand unsere erste kleinere Reise nach Berlin und ins Tropical Island an. Neben der mehrstündigen Fahrt, die Mira weitestgehend verschlief, hat sie sich auch hier vorbildlich verhalten. Trotzdem sie in einem fremden Bett, in einer Fremden Umgebung, plötzlich wieder mit den Störenfrieden Mama und Papa im Raum schlafen musste, machte ihr all das gar nichts aus. Nichts desto trotz haben wir aber festgestellt, dass diese Reise zwar schön war, Mira Spaß an allem hatte und dies durch viel lachen und brabbeln zeigte, aber nur ganz wenig weinte, aber das Tropical Island hat sich einfach nicht gelohnt, da wir mit ihr nur zwei mal für vielleicht 15 Minuten im Wasser waren. Dafür wissen wir aber, dass wir diese Reise definitiv nochmals machen werden, wenn sie einen Tick älter ist.

Und zu guter Letzt haben wir nun am 15.1.17 den Meilenstein Zahn erreicht, mittlerweile sind die unteren beiden Schneidezähne durchgebrochen und auch hier muss ich sage ist sie super tapfer und entspannt.

Ansonsten ist es immer spannend zu sehen, welche körperlichen, bewegungstechnischen Fortschritte so ein Baby macht. Ihren Kopf konnte sie natürlich noch nicht direkt nach der Geburt selbst halten, aber sie hatte schon eine gute Nackenmuskulatur, denn das Hochziehen an den Fingern fiel ihr nicht schwer. Am Anfang ist so ein Baby ja wirklich nur am schlafen oder am essen, keinerlei Interesse für die Umwelt. Aber das ist ja auch kein wunder, wo die Umwelt so groß und viel ist. Am 26.8.16 haben wir das erste Mal den wohl bei allen Eltern bekannten Dschungel ausgepackt, den sie tatsächlich auch kurzweilig interessant bestaunte – große Bewegungen waren da noch nicht bei. Einen Monat später hat sie dann schon viel bewusster Dinge wahrgenommen und betrachtet, über ihr hängendes Spielzeug gehauen oder aus versehen in der Hand gehabt. Richtig bewusst gegriffen wurde dann erst um den 12.10. herum. Aber das sind auch alles so fließende Schritte, manches mal fällt einem urplötzlich auf „huch, wann hast du das denn gelernt?“

Mittlerweile weiß sie genau was sie in die Hand nehmen möchte, kann es von der einen in die andere Hand und zurück befördern und natürlich wird alles genauestens mit der Zunge inspiziert.

Das erste bewusste Lächeln schenkte sie uns am 6.9.16, einen Monat drauf um den 12.10.16 herum fing sie an auch richtig laut zu lachen, so so schön!

Seit Anfang Januar hat sie vermehrt den Willen  gehabt sich drehen zu wollen und schafft es nun auch ohne Probleme vom Rücken auf den Bauch. Wenn sie dann ganz viel Motivation hat, dreht sich dann auch mal wie eine Kompassnadel im Kreis. Das ergibt natürlich wieder ganz neue Möglichkeiten, um an das gewünschte Spielzeug zu kommen! Das zurückkullern von Bauch auf dem Rücken hat sie noch nicht ganz begriffen, oder es fehlt ihr der Mut. Ich glaube, wenn es nach ihr ginge, würde sie am liebsten schon loskrabbeln. Sie stämmt sich auch schon ordentlich hoch auf ihren Händen, aber der Bauch  will noch nicht nachziehen und auch wenn schon manchmal der Po hochgestreckt wird oder zumindest eine Pobacke, so reicht das eben noch nicht aus. Aber das kommt schon noch alles schnell genug, da bin ich sicher.

Es ist übrigens so eine Sache mit dem Thema Zeit lassen. Man kann sich sonst wie oft gesagt haben, dass man sein Baby nicht mit anderen vergleicht, aber irgendwie passiert es dann doch das man auf all den Social Media Kanälen sieht was gleichaltrige Babys schon können oder auch nicht oder eben im Freundes und Bekanntenkreis zu hören bekommt was Baby XY bereits kann und tut. Nun letzten Endes hilft es da nur sich immer wieder vor Augen zu halten, dass jedes Baby anders ist und sich anders entwickelt und das ist vollkommen ok so. So lange das Baby eine Sache noch nicht macht, fehlt ihm zum einen das Interesse dazu und zum anderen ist es dann einfach noch nicht soweit. Das kann sich aber jeder Zeit ändern und am Ende fragen wir uns doch eh alle ganz traurig, wo denn bitte das süße kleine hilflose Baby hin ist, was wir doch gefühlt erst letzte Woche zur Welt gebracht haben. Im größten Zweifel, kann man auch immer noch den Kinderarzt fragen, ob es ok ist Meilenstein X oder Y noch nicht erreicht zu haben. Aber ich denke im Normalfall wird jedes Baby seinen Weg machen und kein Baby oder Kind sollte das Gefühl bekommen „schneller“ sein zu müssen, damit Mama und Papa glücklich sind. Es kommt alles zu seiner Zeit und es ist so schade, dass in diesem Thema bei den Mamas so ein großer Konkurrenzkampf besteht. Eigentlich sollten sich die Mamas gegenseitig unterstützen und nicht eifersüchtig aufeinander sein!

Das soweit zu unseren Meilensteinen und Ereignissen mit unserer Mira.

Ansonsten sind nun gerade das Babyschwimmen losgegangen und auch der Entwicklungskurs, der ähnlich einem Pekipkurs ist, ist in den Startlöchern. Endlich bekommt Mira so auch mal andere Babys ihres Alters zu sehen, denn die meiste Zeit sieht ja tatsachlich nur uns großen und natürlich auch mal ihre Cousine, aber zur Zeit kann sowohl die eine als auch die andere noch nicht so viel mit der anderen anfangen, das kommt erst noch. Leider fehlen mir noch so richtige Muttikontakte,  in unserem Vorbereitungskurs und im Rückbildungskurs hat sich sowas leider auch nicht so richtig ergeben und in meinem privaten Umfeld ist entweder noch nicht an Kinder zu denken oder aber der Altersunterschied ist schnell zu groß, als dass das ältere Kind mit Mira Spaß hätte. Mal sehen, ich habe nun herausgefunden, dass es hier in der Stadt auch regelmäßig Elterncafes gibt, vielleicht ist das a noch eine Möglichkeit, ich würde mich so freuen, wenn Mira ein gleichaltriges Gegenüber hätte, mit de sie interagieren kann. Gerade nun wo sie ja schon beweglicher ist und rumbrabbelt.

Naja, schauen wir mal was noch kommt, ich freue mich auf jeden Fall über jeden neuen Tag mit meiner Miramaus!